Kafka & Co. regen zum Denken an

Regelmäßig in den Deutschnachhilfestunden, wenn Kafka auf dem Programm steht, legen die meisten Schüler den Text erst mal ratlos beiseite und schimpfen über Deutsch. Kafka konfrontiert uns mit hermetischen Welten, Aussichtslosigkeit, endlosem Bestreben und erfolglosem Mühen, und dennoch kommt immer etwas bei den anderen an. Seine Kuriere haben Nachrichten für den Rest der Welt, die nicht gehört werden. Oder doch? Forscher aus Kanada und den USA (University of California, Santa Barbara) haben jetzt

herausgefunden, dass unser Gehirn nach dem Verlust der Sinnstrukturen unwillkürlich nach neuen Strukturen sucht und sich beispielsweise an einem Regelwerk zur Grammtik andockt, um wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Dies alles lässt sich mit dem Bestreben des Gehirns erklären, bei Annahmen und Inhalten, die unserem bisherigen kognitiven Schema zuwider laufen, eine neue Sinnhaftigkeit in Form einer Struktur zu finden. Wir fangen an, das Gehirn stärker zu benutzen, mehr zu denken. Nach einer Kafkalektüre lässt sich also gut über Regeln in Familie, Gesellschaft und Schule sprechen 😉
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