Entwicklungsstörungen als moderne Krankheit

Interessante Angaben zu diesem Thema habe ich in der ZEIT gelesen. Denn die Statistik suggeriert uns, dass an den Schulen eine Generation von
Kranken und Gestörten heranwachse. Wieso? Hier die Fakten:
"2007 bekamen mehr als 20 Prozent aller
sechsjährigen Jungen, die bei der AOK versichert waren, eine Sprach-,
13 Prozent eine Ergotherapie. Seit Jahren steigt der Anteil der Kinder,
bei denen Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen oder psychische,
sensorische oder motorische Störungen diagnostiziert werden.

Einer
Studie des Robert-Koch-Instituts zufolge sind knapp 18 Prozent der
Jungen und 11,5 Prozent der Mädchen bis 17 Jahre verhaltensauffällig
oder haben emotionale Probleme. Bei 10 bis 11 Prozent eines Jahrgangs
wird ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom festgestellt: ADHS.

Forscher
sagen außerdem eine Welle von Autismus- und Depressionsdiagnosen
voraus, wie sie in den USA zunehmend bei Kindern gestellt werden, ‚und
wir haben noch nie einen medizinischen Trend aus Amerika ausgelassen‘,
wie der Jugendforscher Klaus Hurrelmann sagt."

Ist das nur Modetrend? Mein Kind hat wenigstens "etwas", auch wenn es sonst die Erwartungen nicht erfüllt? Nein, ich denke, je mehr wir uns kümmern, desto mehr finden wir Erklärungen für das So- oder Anderssein. Ob das schlechter ist oder nicht, ist gar nicht die Frage. Es ist da und beschreibt einen Ist-Zustand,  der veränderbar ist durch Bemühung, Therapie, Fürsorge, Erziehungshelfer (inkl. Nachhilfe). Nur "mehr spielen" kann nicht die Lösung dieses Problems sein, wie die Autorin vorschlägt. Vielmehr die Erkenntnis der Eltern, mein Kind steht hier und ich muss mit ihm diesen Weg gestalten. Ob das die Norm erfüllt oder nicht, zu früh oder zu spät ist, den allgemeinen Anforderungen entspricht oder nicht, ist sekundär. Es macht oft keinen Sinn, viele Medikamente einzusetzen, um es in die Bahn zu bringen… lieber behutsam und gefühlvoll den neuen Weg erkunden und gestalten, sicher mit Spielen, das ist unabdingbar, aber nicht als alleinige Gestaltungsmethode. Aber individuell für das Kind.

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Akademiker, Buchredakteur/Lektor, Nachhilfe/Tutor, langjährige Erfahrung,
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